Mittwoch, 17 Januar 2018 by

EHC verliert wertvolle Punkte im Kampf um die Play Off Plätze

Hornets verlieren mit 4:6 (0:2/2:2/2:2) gegen den EV Ravensburg

Nach dem Sieg gegen die Stuttgart Rebels vom letzten Wochenende sollte am Sonntag nachgelegt werden.


Bis auf Andre Nunold (erkrankt) trat der EHC mit dem kompletten Mannschaftskader gegen die Mannschaft aus Oberschwaben an. Zwischen den Pfosten stand erneut Tobias Chadim. Dem Gegenüber standen 12 Feldspieler aus Ravensburg – 4 Verteidiger / 8 Stürmer und 2 Torleute. Von Beginn an machten die Hornets sehr viel Druck und belagerten das Tor von Mail Dibowski. Immer wieder entschärfte er reihenweise die Schüsse der Zweibrücker Stürmer. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Ravensburger immer besser ins Spiel. Als sich die Zuschauer schon auf ein 0:0 im ersten Drittel eingestellt hatten, tauchten dann doch 2 Spieler des Gegners alleine vor dem Tor von Tobias Chadim auf. Den ersten Schuss konnte er noch abwehren doch Simon Heckenberger stand genau richtig und es stand 1:0 für die Gäste. Exakt eine Minute später wurde das Ergebnis auf 2:0 gestellt. Erneut war es ein sehr schnell vorgetragener Angriff, den Johann Katjuschenko zum 2:0 vollenden konnte. Mit Beginn des zweiten Drittels stellte Tomas Vodicka seine Reihen um. Die erste Reihe bestand nun aus Dörr / Matheson / Schinke - und die zweite aus Lingenfelser / Cuzner / Spenler.
Diese Umstellung wirkte sich positiv im Spiel der Gastgeber aus. Es waren fünf Minuten gespielt im zweiten Abschnitt, bis das Schiedsrichter Gespann die ersten Strafzeiten vergeben musste. Felix Stokowski bekam 2+2 Strafminuten wegen unnötiger Härte.
Allerdings waren weiterhin die Hornets spielbestimmend und trafen endlich auch das Tor. Maxi Dörr traf in Unterzahl auf Zuspiel von Essig und Cuzner. Die Freude darüber hielt nicht lange. Die Strafe von Stokowski war noch nicht abgelaufen, als der verdeckter Schuss von Lubos Sekula, den Weg ins Tor fand und es stand eine Minute nach dem Anschlusstreffer 1:3 für Ravensburg. Davon unbeeindruckt erhöhten die Hornets weiter den Druck und wurden in der 35 Minute belohnt. Torschütze war wieder Maximilian Dörr, der die Vorlagen von Schinke/Matheson zum 2:3 nutzen konnte.
Dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst tauchte ein Ravensburger Spieler alleine vor dem Tor der Hornets auf, doch Tobias Chadim im Tor der Hornets konnte die Chance eindrucksvoll entschärfen. Dann zeigte der Schiedsrichter eine Strafe für die Heimmannschaft an - unkorrekter Wechsel. Tim Essig musste 2 Minuten in die Kühlbox. Zudem lies sich Felix Stokowski auch noch zu einer Unsportlichkeit hinreißen, die mit einer 10 Minuten Disziplinarstrafe geahndet wurde. Dadurch fehlt Felix automatisch bei dem Spiel in Schwenningen (dritte 10 Minuten Strafe in der laufenden Saison).
Die Stimmung war jetzt sehr aufgeheizt und mit der Schluss Sirene traf der Ravensburger Louis Delsor zum 2:4. Noch Minuten nach Ende des Drittels wurde mit den Schiedsrichtern diskutiert. Doch der Treffer zählte. Hochmotiviert kamen die Hornets aus der Kabine. Drei Minuten waren gespielt, als die erste Strafzeit gegen einen Ravensburger Spieler ausgesprochen wurde. Und diese Überzahl Situation wurde auch sofort genutzt. Brad Cuzner traf zum 3:4 auf Zuspiel von Matheson/Brüstle.
Die Halle stand nun Kopf und die Hornets wurden nach vorne gepeitscht. Mitten in dieser Drangphase waren dann erneut die Spieler aus Oberschwaben erfolgreich. Bei einem blitzschnell vorgetragenen Konter, wurde die Abwehr ausgespielt und eiskalt zum 3:5 abgeschlossen. Der Torschütze war Johann Katjuschenko. Auch von diesem Rückschlage zeigten sich die Spieler der Heimmannschaft unbeeindruckt. In der 53. Spielminute fiel der Anschlusstreffer. Auf tolle Vorlage von Marc Lingenfelser traf der auffälligste Spieler des Abends - Brad Cuzner zum 4:5. War nun der Bann gebrochen? Vier Minuten vor Ende der Partie nahmen die Hornets noch eine Auszeit. Der Torhüter wurde zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis genommen.Das Tor von Gästekeeper Maik Dibowski stand nun unter Dauerbeschuss. Doch der Ausgleich sollte an diesem Abend nicht mehr gelingen. So konnten die Ravensburger zehn Sekunden vor Ende der Partie auch noch das 4:6 per Empty Net Goal erzielen. Torschütze war Simon Heckenberger.

„Der Sieg der Ravensburger geht in Ordnung“ sagte Tomas Vodicka sichtlich enttäuscht nach dem Spiel. „Heute haben wir ein gutes Eishockey Spiel gesehen – schuld waren nicht die unnötigen Strafzeiten oder das Schiedsrichter Gespann -sondern die Torausbeute. Wir hatten unzählige Chancen haben aber das Tor nicht gemacht. Heute haben wir gegen eine spiel und laufstarke Mannschaft aus Ravensburg verloren“ so der Trainer.
Auch der Ravensburger Trainer war nach dem Spiel sehr zufrieden: "Die Mannschaft bot eine ihrer besten Saisonleistungen und wusste vom Torhüter bis zum Angriff rundum zu überzeugen. Es war ein bis zum Ende enges Spiel, in dem der EVR die im ersten Drittel herausgespielte Führung nicht mehr aus der Hand gab".

Somit haben die Zweibrücker einen herben Rückschlag im Kampf um den vierten Playoff Platz hinnehmen müssen. Der Hauptkonkurrent aus Hügelsheim hat beim nächsten Gegner der Hornets – dem Schwenninger ERC - mit sage und schreibe 10:0 gewonnen und somit seinen Vorsprung ausgebaut. Dadurch hat sich die Situation deutlich verschlechtert. Rechnerisch ist aber noch alles möglich. Die beiden nächsten Partien werden nun zu einer Vorentscheidend sein. Können die Hornets in Schwenningen und Hügelsheim gewinnen, ist eine Teilnahme an den begehrten Playoff Spielen durchaus noch möglich.

Das Spiel im Überblick:
EHC Zweibrücken: T: Chadim, Teucke V: Stokowski, Essig, Sefrin, Brüstle, Schinke, Hoffmann, Wendland, Voltz S: Heinisch, Matheson, Machura, Metzner, Lingenfelser, Cuzner, Neumann, Dörr, Hähn, Spenler

EV Ravensburg: T: M. Leiprecht , Dibowski V: B. Leiprecht, Gehlert, Sekula, Fehr S: Tischendorf, Valenti, P. Heckenberger, Kirsch, Delsor, Katjuschenko, S. Heckenberger, Lenuweit

EHC Zweibrücken-EV Ravensburg 4:6 (0:2; 2:2; 2:2)

0:1 Simon Heckenberger (P. Heckenberger/Kirsch), 0:2 Johann Katjuschenko (Tischendorf/ Lenuweit), 1:2 Maximilian Dörr (Essig/Cuzner), 1:3 Lubos Sekula (Lenuweit) 2:3 Maximilian Dörr (Schinke/Matheson), 2:4 Louis Delsor (Katjuschenko/S. Heckenberger), 3:4 Cuzner (Matheson/ Brüstle), 3:5 Katjuschenko (S.Heckenberger/Kirsch), 4:5 Cuzner (Lingenfelser), 4:6 S. Heckenberger (Philipp Heckenberger, Kirsch).

Strafen: Zweibrücken: 8 + 10 (Stokowski) EV Ravensburg 4

Zuschauer: 680

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