Dienstag, 23 Januar 2018 by

Hornets siegen souverän beim Schwenninger ERC

EHC Zweibrücken siegt mit 8:3 (3:2/1:1/4:0) gegen den Schwenninger ERC

„Zum Siegen verdammt“ unter diesem Druck standen die Spieler und Verantwortlichen am Freitag als sie die Reise nach Schwenningen antraten. Die Vorzeichen sahen nicht wirklich rosig aus und sollten einen zusätzlichen Dämpfer bekommen. Gerade mal 11 Spieler konnten im Mannschaftsbus des EHC Platz nehmen. Aus beruflichen Gründen musste ein Teil der Spieler mit dem PKW anreisen. Dieser geriet auf der A6 in einen Verkehrsunfall. Zum Glück wurde nur eine der Insassen leicht verletzt. Unser dritter Goalie, Michelle Teucke, wurde von Marius Metzner zur Untersuchung ins Krankhaus gebracht. Die Diagnose lautete: Gehirnerschütterung und Verstauchung der Halswirbelsäule. „Mir geht es soweit ganz gut“ so Michelle am Sonntag. An dieser Stelle noch mal gute Besserung und schnelle Genesung. Wegen der Wichtigkeit der Partie hat sich Marc Lingenfelser alleine auf den Weg in den Schwarzwald gemacht, konnte allerdings wegen der Verzögerung erst zum zweiten Drittel eingreifen. Gespannt sein durfte man auch auf das Duell der beiden Torhüter. Thomas Ower stand Steven Teucke im Kasten der Hornets gegenüber. Die Mannschaft aus Schwenningen hatte auch einige Ausfälle zu beklagen. So standen den 11 Feldspielern aus Zweibrücken 14 Spielern der Heimmannschaft gegenüber. Diese legte auch gleich los, merkte man doch klar den Willen, die „Klatsche“ vom letzten Wochenende (0:10 gegen Hügelsheim) wettzumachen. In der vierten Spielminute fiel dann auch der Treffer zum 1:0 für Schwenningen. Torschütze war Marin Kusenic. Doch die Hornets gaben postwendend die passende Antwort. Eine Minute nach dem Führungstreffer traf Aric Schinke nach tollem Zuspiel von Voltz/Nunold zum 1:1. Nun kamen die Gäste besser ins Spiel und gingen in der achten Spielminute durch einen Treffer von Maxi Dörr 2:1 in Führung. Die erste Überzahl Situation in diesem Spiel nutzen die Fire Wings direkt zum 2:2 durch Albert zum Ausgleichtreffer. Wie schon beim ersten Treffer der Schwarzwälder, dauerte es wieder keine Minute bis zur erneuten Führung der Hornets. Nach klasse Zuspiel von Cuzner war der Torschütze erneut Maxi Dörr zum 3:2. Mit diesem Spielstand endete das erste Drittel. „Von der Unfallstelle zum Torschützen!“ So könnte die Schlagzeile heißen. Marc Lingenfelser traf mit seiner ersten Aktion nach Zuspiel von Wendland/Nunold zum 4:2. Jetzt spielten die Hornets sehr überlegen, versäumten aber dennoch, weitere Treffer zu erzielen. Brad Cuzner hatte zwei 100 prozentige auf dem Schläger, scheiterte aber an Thomas Ower im Tor der Schwarzwälder. In der 31. Spielminuten musste dann Steven Teucke nochmal hinter sich greifen. Sträflich von seinen Verteidigern im Stich gelassen, erzielte Andreas Erlenbusch den Anschlusstreffer. Dieser Treffer gab der Heimmannschaft noch mal einen Aufschwung und es folgte die druckvollste Phase der Fire Wings. Zudem wurde die Spannung durch 2 Strafzeiten gegen Zweibrücken erhöht. Nachdem beide Überzahlsituationen ungenutzt blieben, gingen die Hornets mit einer knappen 4:3 Führung in die Drittelpause. Der letzte Spielabschnitt hatte dann noch einiges zu bieten. Man merkte den Zweibrücker Spielern den unbedingten Siegeswille an! Gespielt waren drei Minuten da erzielte Kenny Matheson, auf Zuspiel von Brad Cuzner, seinen ersten Treffer in dieser Partie. Danach war der Widerstand der Heimmannschaft gebrochen.
In der Folge fielen die weiteren Treffer für die Hornets. Brad Cuzner traf zum 6:3 nach feiner Vorarbeit von Florian Wendland, der an diesem Abend bereits seine dritte Vorlage feiern konnte. Das siebte Tor erzielte Kenny Matheson, das 8:3 erzielte der „Man oft the Match“ Maximilian Dörr. Durch seine vier Punkte von heute wird Maximilian an Platz zwei, mit 48 Punkten der Ligaweiten Scorerliste geführt. Kenny Matheson belegt den ersten Platz mit sensationellen 62 Punkten. Es standen noch 12 Sekunden auf der Uhr in der Helios Arena als es noch zu einigen unschönen Aktionen auf dem Eis kam. Nach einer Berührung zwischen Brad Cuzner und dem Torhüter der Fire Wings, Thomas Ower, flogen dann noch die Fäuste. Demzufolge gab es reichlich Strafzeiten für beide Mannschaften. Mit jeweils fünf plus Spieldauer war die Partie für Stephen Brüstle und Simon Schlenker vorzeitig beendet. Somit fehlt Stephen im wichtigen Spiel nächstes Wochenende in Hügelsheim.

Nach dem Spiel zeigt sich Tomas Vodicka zufrieden. „ Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Keiner hat individuelle Fehler gemacht, jeder hat für jeden gekämpft, gerade im letzten Drittel, hat man keine Chance des Gegners mehr zugelassen und den Sieg souverän über die Zeit gebracht. Das Team ist, mit Druck gewinnen zu müssen, sehr gut umgegangen“ so der Coach.

Schützenhilfe konnten dann die Eisbären aus Eppelheim leisten. Mit 4:0 wurde beim ESC Hügelsheim gewonnen. Somit beträgt der Vorsprung der Rhinos, bei einem Spiel weniger, noch ein Punkt. Am Samstag den 27.01.2018 kommt es dann zum Krimi der beiden Kontrahenten um den vierten Platz der zur Playoff Teilnahme berechtigt. Um 19.30 Uhr empfängt der ESC Hügelsheim vor eigenem Publikum die Hornets aus Zweibrücken.

Das Spiel im Überblick:

Schwenninger ERC - EHC Zweibrücken 3:8 (2:3; 1:1; 0:4)

Schwenninger ERC: Hoppe, (Ower) - Böhm, Stärk, Stöhr, Schlenker, Steinhäuser, Funk - Rosenauer, Deuring, Haller, Erlenbusch, Abert, Schäfer, Thome, Kusenic

EHC Zweibrücken: Teucke St., (Chadim) - Essig, Brüstle, Schinke, Wendland, Voltz - Matheson, Lingenfelser, Cuzner, Dörr, Hähn, Nunold, Spenler

Tore: 1:0 Kusenic (Albert/Erlenbusch), 1:1 Schinke (Voltz/Nunold), 1:2 Dörr (Matheson/Wendland), 2:2 Albert (Erlenbusch/Böhm), 2:3 Dörr (Cuzner), 2:4 Lingenfelser (Wendland/Nunold), 3:4 Erlenbusch, 3:5 Matheson (Cuzner/Dörr), 3:6 Cuzner (Wendland), 3:7 Matheson (Dörr), 3:8 Dörr (Cuzner).

Strafen: Schwenningen: 17 + 20 (Schlenker) Zweibrücken: 19 + 20 (Brüstle)

Zuschauer: 26

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